Die komplette IT in die Cloud

Alles in die Cloud

Vor kurzem bei einem kleinen mittelständischen Unternehmen: Es steht die Frage nach Neuinvestitionen in Infrastruktur (Server, Storage, etc. ) an. Im Gespräch mit der Firma kommt dann heraus: Die Entscheidung ist schon gefallen, es geht alles in die Cloud. Wir haben dann das “alles” mal näher definiert. Und es stellt sich schnell heraus, dass der Kunde wirklich alles in die Cloud schieben möchte. Collaboration, O365 für Email und Zusammenarbeit, OneDrive als Fileserver-Ersatz, diverse sonstige SaaS-Services für Warenwirtschaft, CRM, usw. Verstehen Sie mich nicht falsch- ich bin ein völliger Freund von Cloud-Diensten und sehe darin auch ganz klar die Zukunft. Aus meiner Sicht macht es einfach keinen Sinn, einen solch hohen Aufwand in die Implementierung und vor allem ins Operating zu setzen, wie die lokale IT kostet. Aber: ich bin ein Freund davon, dass man sich vorher detaillierte Gedanken macht zum Thema Cloud-Nutzung.

Aber was soll man als Unternehmen beachten, wenn man die Migration einiger / vieler / aller Services in die Cloud in Betracht zieht?

Benefits

Der wichtigste Punkt vorweg: Habe ich als Unternehmen einen Benefit. Diese Fragestellung sollte ernsthaft geprüft und mit einem klaren JA beantwortet werden können. Solange ich keinen Vorteil dadurch habe, macht so eine Migration (die ja auch wieder aus Aufwand, Kosten und gewissen Risiken besteht) keinen Sinn. Glücklicherweise sind die Benefits in vielen Fällen ganz klar darstellbar- vor allem wenn man die Betrachtung auf die nächsten Jahre sieht.

Datensicherheit

Dieser Punkte sollte unbedingt separat betrachtet werden. Wenn ich im Unternehmen die Datensicherung brauche, kann ich diese entweder physikalisch in die Hand nehmen auch Bänder oder VTLs oder aber ich weiß, wo diese liegt. Wenn ich meine Daten in der Cloud (egal welcher Art) habe, bin ich den Service Level (SLA) des Betreibers quasi ausgeliefert. Sicherlich sind die Cloud-Anbieter meist mit einem extrem hohen Technischen Niveau ausgestattet, wie redundante Stromversorgung redundante Server, redundant Storages, etc. Aber in einem worst-case-Fall kann ich mich nur auf ein Stück Papier beziehen. Das muss beachtet werden.

Datenschutz und sonstige rechtliche Gegebenheiten

Als weiterer Punkt ist der Datenschutz zu nennen. Dieser stellt bei der Verwendung bzw. Auswahl von Cloud-Anbietern ein sehr wichtiger Punkt dar. Dahinter liegen gesetzliche Regelungen, speziell die Einführung der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) hat hier einige Punkt die beachtet werden MÜSSEN- und die eigentlich nicht, wie vielleicht bei anderen Punkten, im Ermessensspielraum des Unternehmers liegen.

Es gibt noch diverse weitere Kriterien und Überlegungen, die betrachtet werden sollten.

Das könnte Dich auch interessieren …

2 Antworten

  1. 28. März 2018

    […] Cloud-Dienste-Markt auf- und wo geht es in Zukunft hin. Als erstes gibt es natürlich die großen IaaS-Anbieter wie Microsoft, Amazon, Google, IBM, HP, Rackspace, Oracle, und noch einige viele mehr. Diese […]

  2. 25. Mai 2018

    […] an anderer Stelle von mir auch schon geschrieben, bin ich der Meinung, dass die Cloud-Dienste, die von den ganz […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere