Die Zukunft der IT-Abteilung in den nächsten 10 Jahren

Die IT der Zukunft

Die IT-Abteilungen werden sich auch in Zukunft immer mehr und auch schneller ändern. Die Anforderungen werden immer breiter aufgestellt sein. Ein reines Technisches Beherrschen der Materie wird nicht mehr reichen. Was sind hier für Einflussfaktoren denkbar, wo geht es hin?

Einflussfaktoren

  1. Der Faktor Cloud
    Die Cloud wird die nächsten Jahre sicherlich das Geschehen in den IT-Abteilungen dominieren. Immer mehr Services und Dienste werden in die Cloud ausgelagert. Sicherlich nicht alle: Es wird auch in der Zukunft Dienste und Daten geben, die viele Firmen nicht verlassen werden. Möglicherweise Entwicklungsdaten oder auch Personalrelevante Daten. Nichts desto trotz würde ich sagen, dass über 90% aller Daten und Services außerhalb des physischen Zugriffs der Firma liegen werden. Mit der Konsequenz, dass der Otto-Normal-ITler nicht mehr der Spezialist im Setup vom RAID sein wird, sondern immer mehr Zeit, Aufwand und Wissen in die Integration von Cloud-Services stecken muss. Wie können die Dienste sinnvoll integriert werden? Wie ist ein Single-Sign-on am besten möglich? Wie kann ich dem Unternehmen aus IT-Sicht Mehrwerte liefern? Das Thema Cloud-Integration wird immer wichtiger. Aus einem Home-Office wird ein “Office-anywhere”. Die Grenzen zwischen privat und geschäftlich werden für die Mitarbeiter verschwimmen.
  2. Der Faktor Internetanbindung
    In diesem Zuge wird auch die stabile Internetleitung einen noch höheren Stellenwert erhalten. Kein Internet – keine Cloud. Allerdings werden Funkanbindungen zukünftig eher die Regel, als die Ausnahme sein. Es gibt schon jetzt Länder, die Unternehmen im großen Stil über die Luft anbinden – ohne Laufzeit- oder Stabilitätsprobleme. Aber ein wichtiger Faktor wird auch die direkte Internetanbindung von Endgeräten sein. Mitarbeiter werden mit den mobilen Geräten ggf. im Office sitzen, trotzdem aber über Ihre 5G oder 6G-Verbindung arbeiten als wären sie im Homeoffice. Die zentrale Sicherheitskomponente wird immer mehr und notwendiger dezentral.
  3. Der Faktor Datenschutz
    Der Datenschutz wird die nächsten Jahre wohl auch mehr zunehmen. Und damit die Anforderungen an die Cloud-Nutzer, immer mehr Aufwand in organisatorische, rechtliche und “paperwork”-Themen zu legen. Datenschutz für Daten, die zu mehr als 90% “irgendwo” in der Welt liegen- mit relativ wenig Einfluss auf irgendwelche Technische Maßnahmen, ist nicht wirklich schön. Aber das wird eine Herausforderung, die es anzugehen gilt. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der verwendeten Applikationen, trotz vehementer Konsolidierung, immer mehr zunehmen wird – hin zu immer spezialisierteren Anwendungen.
  4. Der Faktor IoT
    Das Internet der Dinge wird ebenfalls immer mehr an Wichtigkeit zunehmen: Es wird DIE zentrale Komponente sein, mit der die IT auch wirklich den Business-Nutzen weiter steigern kann. Aber das wird nur funktionieren, wenn die IT auch entsprechend eingebunden ist- und eine entsprechende Gestaltungsmöglichkeit hat. Das IoT muss gut geplant werden- auch hier sind diverse Interaktionen notwendig. Das IoT wird nur vernünftig, sauber und stabil funktionieren, wenn hier eine gewisse zentrale Verwaltung möglich ist. Der IoT-Wildwuchs der Vergangenheit kann sich hier nicht fortsetzen.
  5. Der Faktor Künstliche Intelligenz / Machine Learning
    Auch wenn hier Vermutungen sicherlich recht schwierig sind, gehe ich davon aus, das Thema KI zukünftig, über kurz oder lang, voll durchschlagen und die IT-Abteilungen (wie auch das gesamte Unternehmen) kräftig durchrütteln wird. Die KIs werden zukünftig Entscheidungen, bis zu einem gewissen Punkt, selbst fällen. Auch hierzu sind Richtlinien nötig. Regeln müssen aufgestellt, Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. KI und Machine Learning wird die neue Abstraktionsebene über die verteilten und komplexen (Cloud)-Services. Ein verwalten “ohne” wird nicht mehr machbar sein, weil die Komplexität und die Datenmenge einfach nicht mehr überschaubar ist. Überhaupt werden immer mehr Entscheidungen (Optimale Produktionsabläufe, Datenhaltung, Schichtpläne, …) nicht mehr vom Kollegen, sondern automatisch, im Rahmen eines vorgegebenen Korridors, erledigt.

Fazit

Es gibt sicherlich noch viele weitere Einflussfaktoren, die groß rauskommen können. Aber grundsätzlich wird von der IT zukünftig weniger das hands-on-doing verlangt, sonder mehr das organisatorische. Das kommunikative. Das kreative. Es müssen Ideen eingebracht werden, wie aus den vorhandenen technischen Möglichkeiten auch ein Business-Nutzen gezogen werden kann.

Es wird sich einiges ändern – gerne freue ich mich über Ihre Meinung hierzu!

 

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1 Antwort

  1. 31. März 2018

    […] damit auch wirklich nachhaltig zu steigern und es auch konkurrenzfähig zu halten. Sie sollte eine strategische Position in der Firma einnehmen. Ich kenne mittlerweile viele Unternehmen, bei denen die IT, im Gegensatz zu […]

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