Die digitale Transformation tötet Jobs – oder ist als Change zu sehen

Die digitale Transformation als Chance

Durch einen Artikel bei Heise.de (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-Vom-Netz-der-Netze-zur-Content-Delivery-Plattform-ist-das-Internet-noch-zu-retten-4003297.html) bin ich heute in eine Diskussion verwickelt worden (positiv gemeint). Vom ursprünglichen Artikel sind wir recht bald zum Thema Digitale Transformation und die Zukunft von Jobs gekommen (bzw. deren nicht vorhandene Zukunft). Ich sehe die digitale Transformation als Chance – das bedeutet aber nicht, dass es einfach wird.

Ja, der ganze digitale Wandel wird heftig, und es wird viel Veränderungen geben. Aber was genau passiert wirklich?

Ich möchte kurz einen interessanten Absatz zitieren aus n24 (https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article150856398/Droht-mit-Digitalisierung-jedem-zweiten-Job-das-Aus.html) – wenn man das weitertreibt, hört sich das natürlich alles andere als rosig an:

“Langfristig werde fast alles zur Software, glaubt Land, und dematerialisiere sich damit. Als Beispiel nennt er einen Schlüssel, der zur App auf dem Smartphone wird. Damit entfällt zunächst die Produktion des Schlüssels. Fällt die Produktion des Schlüssels weg, ist auch die Herstellung der Maschinen überflüssig, die den Schlüssel produzieren und ebenso die Maschinen für die Ersatzteile der Maschinen der Schlüsselproduktion. In letzter Konsequenz wird auch die Logistik für den Transport des Schlüssels überflüssig, glaubt Land – also die Autos und Straßen.”

Optionen für die Zukunft

JA, in den nächsten 10 – 20 Jahren wird es viele Berufe nicht bzw. kaum mehr geben (wenn ich hier von “wird es nicht mehr geben” spreche, dann spreche ich von der großen Masse. Auch hier wird es wieder Nischen und Bedarf in speziellen Bereichen geben). Ein paar Beispiele, die mir auf die schnelle einfallen sind Taxifahrer, LKW-Fahrer, Arbeiter am Fließband, Monteure, usw. ).

ABER, es wird viele neue Berufe geben. Berufe und Tätigkeitsfelder, die bisher kaum oder gar nicht relevant waren. Es muss Leute geben, die die App programmieren und Personen, die die Infrastruktur zur Verfügung stellen. Es muss Personen geben, die diese ganze Struktur planen, die sich um die Verschlüsslung kümmern, usw. usw. usw.

JA, ich denke, die Menschen, die mitten in Ihrem Job sind, können nicht von heute auf morgen umlernen. Hier gilt es, sich in die “Transformation” einzubringen! Die Erfahrung aus dem traditionellen “Schlüsselbau” einbringen in die digitale Welt.

ABER, in der Schule wird zukünftig wesentlich mehr wert auf diese “digitalen” skills gelegt. Absolventen müssen nicht mehr umlernen, sondern steigen gleich in einen dieser neuen Jobs ein. Z. B. als Appdesigner, Infrastruktur-Logistiker, Programmierer der Wartungsroboter, etc. Hier gilt es, möglichst vorne dabei zu sein.

Die Jobdiskussion

Die Frage, die sich allgemein in der Breite immer mehr zu stellen scheint ist: Gibt es noch genügend Jobs (im Sinne von Arbeit) für jeden? Oder wird sich das Arbeitsleben in so weit ändern, dass die Menschen die Arbeit eher “projekthaft” durchführen- sich für eine beschränkte Zeit in einem Team zusammenfinden und ein Problem lösen- und danach digital “weiterziehen”? Hier gibt es prinzipiell 2 Wege: Im ersten Weg ist genügend Arbeit (anders als bisher, aber eben genügend) vorhanden, damit jeder auch etwas zu tun hat. Wenn das der Fall ist, dann ändert sich das Arbeitsleben zwar immer noch massiv, die Grundlage ist aber noch immer das selbe: Ich arbeite Zeit X und erhalte dafür den Lohn Y. Im zweiten Fall (und jetzt wird es langsam unscharf) ist nicht genügend Arbeit vorhanden. Keine Arbeit – kein Lohn!?

Hier kommen wir jetzt langsam Richtung “Bedingungsloses Grundeinkommen” und ähnliche Modelle. Interessant ist ja auch, dass diese Entwicklung nicht auf Deutschland beschränkt ist- sondern auch Länder wie China oder Indien (mit je guten 1,3 Milliarden Einwohnern) einbezieht. Vielleicht entwickelt sich das Thema in unterschiedlichen Regionen der Erde auch “asynchron”, d. h. es gibt Bereiche, die nie (bzw. sehr viel später) in die Digitalisierung eintreten?

Klar kann man das Thema komplett schwarz malen- oder komplett hinten anstellen und ignorieren. Wie so oft, wird die Zukunft möglicherweise einfach ein Mittelweg sein. Frei nach dem Motto “the truth is out there”.

 

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