Standardisierung versus Diversity

Standardisierung bei Betriebssystemen

Die Software-Landschaft ändert sich seit Jahren. Wo es früher noch zig unterschiedliche OS und Anwendersoftware gab, kristallisiert sich seit Jahren eine immer kleinere Diversity heraus. Was ich damit meine? Werfen wir einen Blick auf Betriebssysteme von Endgeräten / Arbeitsplätzen. Wenn man ehrlich ist, gibt es hier nur noch Windows. Linux hat sich die letzten Jahre erfolgreich selbst ins Abseits katapultiert im Bezug auf Arbeitsplätze. “Mac OS” werden einige rufen- sicherlich, das OS gibt es und wird in Nischen oder in einigen Fällen verwendet. Witzig hierbei sind immer die Benutzer, die zwingen den MAC haben müssen- und dann aber in einer VM einfach ein Windows- bzw. Microsoft-Anwendungen laufen lassen. Aber davon abgesehen: Windows ist state-of-the-art bei Endgeräten.

Wie war es früher? Es gab durchaus eine Zeit, in der Linux Anstalten gemacht hat, bei Arbeitsplätzen mitzuspielen. Außerdem gab es noch OS2 als System- das einige Zeit massiv gepusht wurde und prinzipiell wirklich nicht übel war. Darüberhinaus gab es sogar noch diverse Unix-Derivate, die auch einiges (zugegeben auch mehr in Nischen) liefern konnten, wie z. B. Suns Solaris, IRIX, HP-UX, etc.

Standardisierung bei Anwendungen

Wie sieht es mit den Anwendungen aus? Auch hier gab es doch (gefühlt) früher eine viel größere Auswahl an tätigkeitsähnlicher Software. Teilweise auch noch durch Shareware- und Freeware-Autoren. Es gab aber auch eine viel breitere Palette an Software-Publisher. Es gab z. B. eine Zeit, da war Microsofts Office durchaus gefährdet, primär durch die Suite von Lotus (später IBM). Bei Grafikprogrammen (als Beispiel Vektor) war die Auswahl noch größer: Corel, Lotus, Adobe, Aldus (Freehand), Autodesk, Inkscape, Xara und einige mehr. Was gibt es heute noch (ohne eine Wertung abzugeben): Adobe Illustrator als defakto-Standard. Das selbe zieht sich durch viele Software-Branchen.

Standardisierung bei Mobiltelefonen

Als letztes Beispiel möchte ich mal Mobiltelefone / Smartphones anbringen. Es gab eine Zeit, da gab es durchaus 10 oder 15 Smartphone-Betriebssysteme (Windows, Android, Blackberry-OS, Symbian, Nokia-OS, IOS Palm OS, etc. ). Was gibt es heute noch: Ich würde sagen, mit Android und IOS hat man die meisten erschlagen- als Dritten im Bunde gibt es noch das Microsoft-System.

Diversity ist nicht mehr gewünscht

Worauf will ich hinaus? Natürlich ist das eine private und subjektive Meinung, aber die Standardisierung zwingt hier immer mehr in ein Korsett das manchmal sicherlich auch Nachteile hat. Die Standardisierung hat (wie an anderer Stelle schon geschrieben) massive Vorteile: Geringere Kosten, schmale Einarbeitungszeiten, schnellere Update-Möglichkeiten, besserer Support und noch mehr. Aber die Standardisierung nimmt eben auch Möglichkeiten, oder Optionen, weg, die u. U. besser gewesen wären als die “Standard-Lösung”.

 

Autor: Ein Mac OS-user, der gestern mal “auf die Schnelle” eine vernünftige Alternative zu Adobe Illustrator gesucht hat… und sich hier etwas mehr “Diversity” gewünscht hätte.

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