Was ist Digitale Transformation – Fallbeispiele 1

Was ist Digitale Transformation – Fallbeispiele 1

Die so genannte “Digitale Transformation” ist in allen Medien. Aber oft scheitert es bei Entscheidern oder bei Interessenten am Verständnis was damit überhaupt gemeint ist. Dabei ist die Digitale Transformation nichts aus der Luft gegriffenes:

Es bezeichnet hauptsächlich der Einsatz von digitalen Tools und Technologien durch Unternehmen, um grundlegend Geschäftsmodell, Portfolio und Operating Modell zu digitalisieren.

Eigentlich besteht dieser Anspruch schon immer länger, durch die zunehmende Technisierung und die immer kürzer werdenden Innovationszyklen hat es allerdings massiv an Gewicht gewonnen. Ein großer Aspekt besteht darin, die Schritte möglichst früh umzusetzen, um sich kein Wettbewerbsnachteil einzuheimsen.

In dieser Reihe möchte ich Fallbeispiele nennen, mit denen sich Unternehmen identifizieren können beziehungsweise die Unternehmen adaptieren können auf die eigenen Anforderungen. Es gibt keine allgemein gültige Blaupausen für die Digitale Transformation. Alle Maßnahmen müssen auf die jeweilige Organisation und deren Arbeitsweise und Geschäftsfeld angepasst werden. Vor allem Agilität und Akzeptant auf allen Ebenen sind wichtige Erfolgsfaktoren. Ein oft definiertes Ziel ist aber: “es muss schneller werden”.

Das Fahrtenbuch

Ein weit verbreitetes und oft genanntes (und umgesetztes) Transformations-Projekt ist das “Digitale Fahrtenbuch”. In der Ausgangssituation führt der Außendienst ein Fahrtenbuch auf übliche Weise: per Papier. Das System funktioniert. Allerdings hat es massive Nachteile: Zum einen der Zeitfaktor – Die Daten sind erst mit einer großen Zeitverzögerung zentral verfügbar (und damit ggf. auch erst später fakturierbar). Außerdem ist die Vorgehensweise sehr fehleranfällig, Ablese- oder Schreibfehler sind an der Tagesordnung. Zu guter Letzt ist dieser Weg natürlich auch für die Betroffenen (Fahrer) unkomfortabel. Dieser Fall beschreibt auch einige der typischen Ziele der Digitalen Transformation: Schnellere Fakturierung, Reduzierung der Fehler und Erhöhung der Akzeptanz.

Ein typischer Verbesserungsschritt wäre das Einscannen der Fahrtenbücher und somit die schnellere Verfügbarkeit der Daten. Das ist sicherlich eine Möglichkeit und Verbessert das Zeitproblem. Allerdings bestehen noch immer die Probleme der Akzeptanz (das aufgrund des erhöhten Aufwands vielleicht sogar schlechter wird) sowie die Reduzierung der Fehlerquote (an der sich nichts geändert hat). Ein weiterer denkbarer Schritt wäre die Verwendung einer eigenen App für die Einträge. Am Ende dieser (virtuellen) Iteration landet man möglicherweise an diesem Punkt: Alle Fahrer sind mit einem GPS-gestützten Fahrtenbuchsystem ausgerüstet, das die Daten in Echtzeit an die Zentrale melden. Die Daten werden in der Zentrale automatisch mit Kalendern oder Dispositionsplänen und somit mit Kundenaufträgen korreliert. Somit besteht eine sofortige Zuordnung (und Fakturierung) der Fahrten.

Das Digitale Fahrtenbuch

Damit sind alle zu Beginn gewünschten Ziele umgesetzt: Die Fakturierung ist wesentlich beschleunigt worden. Es gibt ein wesentlich geringeres Fehlerrisiko. Außerdem steigt auch die Akzeptanz der Nutzer / Fahrer, da kein Aufwand für eine manuelle Erfassung besteht. Was sich an dieser Stelle so einfach anhört, macht natürlich einiges an Vorarbeit nötig. Zum einen müssen Ziele gesteckt werden, die erreichbar sind. Zum anderen muss, auch über den Tellerrand hinaus, analysiert werden, welche Wege gegangen werden können und wie sich diese Lösung in das “Große Ganze” einfügt. Digitale Transformation besteht nicht nur aus Leuchtturmprojekten sondern lebt von der Integration der einzelnen Systeme / Parteien / Lösungen.

 

Bildrechte
© Robert Kneschke – Fotolia

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere